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Balken Samstag, 26. Mai 2018

FAI-Dreieck mit 300 km

Tolle Wetteroptik im Unterengadin.
Der Blick von Schuls aus Richtung Nordwesten.
Zwischenlandung in Bad Ragaz (Team: Haller/Bühlmann)
"...nachdem wir mehreren Horden von Gleitschirmfliegern begegnet sind"

Samstag, 26. Mai, GliderCup, Flugtag 02/2018

von Simon Stauber.

Ernst brieft uns mit der positiven Abgeklärtheit eines Spitzenpiloten: Der Tag verspricht eine flache Druckverteilung mit einem Höhenrücken, der aus Süden in die Schweiz ragt. Immer noch viel Feuchte in der Luft und eine hässliche, leichte Abdeckung mit blauen Abschnitten, die möglicherweise die Thermik anspringen lassen sollten.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll: Durschlegi – Fernpass – Zernez – Durschlegi. Flugzeugverteilung - und wir schnappen uns die Hammermaschine Arcus M. Zumindest mit diesem Material sollte heute alles möglich sein. Liegt also nur noch an uns.

Der Seilriss um halb zwölf hätte nicht sein sollen. Wir umgehen das Malheur mit dem Eigenstarter elegant und streifen den Zylinder in Durschlegi um 12.30. Danach geht es nur noch abwärts: Kein Aufwind entlang der Churfirsten. Nichts. Höhe 1200. Wir bereiten uns auf eine Landung in Bad Ragaz vor und packen den Motor aus. Er springt prompt an und wir steigen zurück zur Durschlegi: Zweiter Versuch.

Um 13.15 sind wir fast die letzten am Durschlegi Zylinder und los geht’s mit dem zweiten Versuch. Diesmal reiten wir auf der Krete der Churfirsten bis zum Gonzen. Die Rheintalquerung gelingt gut und wir steigen am Helwangspitz und dann am Älpele- und später am Alpilakopf. Ernst hat recht, die Baumschulen sind heute unser Erfolgsrezept.

Mit einer schönen Wolkenstrasse und ohne Abdeckung ruft das Walsertal. Wir lassen uns verleiten. Die Kumuli haben mehr versprochen, als sie halten würden. Es ist ein Kampf. Hier wäre ich verzweifelt und muss darob ein paar Nüssli essen. Aber Ernst gibt alles und zeigt mir, dass Aufgeben keine Option ist. Wir queren mühselig ein paar Täler, damit wir im parallelen Arlbergertal hoffentlich Anschluss finden.

Vor Landeck kämpfen wir wie auf der Grosswildjagd. Das heisst, Ernst fängt den Löwen und bindet ihn an, so dass ich ihn locker erledigen kann. Danach geht’s wie an Schnürchen Richtung Fernpass. Noch etwas smalltalken mit Innsbruck Radar und wir holen den Wendepunkt.

Endlich geht’s nun besser und der Flug nach Zernez gelingt rasend schnell. Die massiven Sauger über dem Piz Schalembert und dann am Piz Nuna helfen uns dabei. Ab nach Hause über den Flüela und dann nach Klosters und mit 150 km/h zack über’s Rheintal. Mit etwas über 2000 am Gonzen nehmen wir die Südseite der Churfirsten. Aber obwohl wir den Hanglinien entlang fliegen: Nur Saufen. Wir haben 10 km/h aus Nordwest und sind im Lee der Churfirsten. Es wird knapp und immer knapper. Zum Glück gibt uns Amden die 50 Meter, die wir brauchen, um in der Toleranz durch den Zylinder zu kommen.

Es war ein toller zweiter Glider Cup Tag! Die Aufgabe hat haarscharf ins Fenster gepasst. Wolfgang hat uns dann toll verpflegt und irgendwie war die Rangliste nicht mehr so wichtig. Herzlichen Dank ans OK und alle Fluglehrer.

Tages-Rangliste


 

Gesamtwertung nach zwei Flugtagen:
(am Saisonende zählen die besten vier Resultate)

 

 


 
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