Regionalmeisterschaft Schänis 15. - 18. Mai 2008
  16. Mai
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16.05.08 - 8:28 Uhr - Noch herrscht Ruhe auf dem Platz...
16.05.08 - 10:00 Uhr

Die Flugzeuge werden montiert und der Turbobravo wartet auf seinen Einsatz. Heute geht es Richtung Schwäbische Alb

bravo
16.05.08 - 10:00 Uhr - Briefing, die Aufgabe heute:
 
2, 16.05.2008
Racing Task Club
Turnpoint Distance Direction Observation zone
AAA06Bergsion 8.0 km 178° zum nächsten Wendepunkt, Linie 10.0km
Zwiefalten 115.0 km 016° Zylinder R=500m
Tuttlingen 54.7 km 241° Zylinder R=500m
AAE02Reichenburg 90.5 km 172° Zylinder R=500m
AAZ02West 3.6 km 115° zum vorherigen Wendepunkt, Linie 1000m
Total: 263.9km
task
16.05.08 - 11:00 Uhr
Die Schlepppiloten vor dem Einsatz
16.05.08 - 11:38 Uhr - Beim Starten...
 
Startvorbereitungen
16.05.08 - 15:55 Uhr

Wettkampfleitung bei der Arbeit


Die volle Aussenlandetafel
16.05.08 - 18:36 Uhr - Bericht der "Rennleitung"
 

Der heutige Tag war leider nicht so viel versprechend wie erhofft.

Schon recht früh nach der Startlinien Eröffnung meldete das Marketingteam von Schänis Soaring sich zu einem Fremdbesuch auf dem Flugplatz Amlikon ab und an. Das Wettbüro der Konkurrenzleitung tippte im Maximum auf 8 Aussenlandungen. Keiner hoffte darauf diese Zahl zu erreichen. Leider mussten wir relativ schnell sehen, dass die gewählte Schrift auf der Tafel zu optimistisch (zu gross) gewählt wurde. Was bedeutete: die Tafel war sehr schnell zu klein. Alle gemeldeten Aussenlandungen waren auf dem Weg zur ersten Wende. Einzig R. Späni umflog diese und landete wenige Kilometer nachher auf der Wiese. Unsere letzte Hoffnung war einerseits TW und GE, als Lokalmatadoren welche sich lange nicht meldeten. Als Sie sich zurück meldeten war dies von der Meldung begleitet, dass Sie den Flug abgebrochen hätten. Das lange Warten auf UC und G3 erfüllte uns aber noch mit letzten Hoffnungen. Als diese sich vor etwa 40 Minuten über Wattwil meldeten, keimte ein letztes Mal Hoffnung auf. Aber auch diese beiden sind in Leibertingen zwischengelandet.

Somit kann die stolze Wertung gemeldet werden: alle wohl auf und in deutschen Landen gut verteilt.

Ich hoffe das genügt fürs erste, muss mich jetzt mit Jörg zurückziehen und die Konsequenzen für unser Handeln überlegen……..

Gruss René

16.05.08 - 22:14 Uhr

Pilotenbericht



 Ernst Willi und Peter Schmid, 'SI', (Duo Discus X)


Wenn die Startliste dem Verzeichnis der Aussenlandemeldungen entspricht.

Heute werden wir vom Wettbewerbsleiter Jörg Spichtig in den Süddeutschen Raum geschickt. Mir graut schon vor dem Computer beim Eingeben der Aufgabe davon, als Alpenflieger bin ich mir gar nicht sicher, ob man unter 2'000 Meter über Meer wirklich fliegen kann. Von solchen Äusserlichkeiten lassen wir uns aber nicht wirklich beeindrucken. Peter und ich legen uns nach dem Schlepp eine tolle Strategie zurecht. Nach einem ausführlichen Testflug nach Kirchberg mit Steigwerten von mehr als einem Meter (es ist also bewiesen: man kann unter 2'000 Meter doch fliegen) beschliessen wir, im höheren Relief (Churfirsten) mit entsprechend höherer Basis mit Höhenreserven über die Startlinie zu sausen, die Höhe unter den verschiedenen kontrollierten Lufträumen dann in flotten Speed umzusetzen und uns so einen kräftigen
Heim- und Startvorteil wenn möglich bis hinaus nach Konstanz zu sichern. Also, das wäre die Theorie gewesen. Die Praxis sieht dann so aus: Peter verklemmt sich schon kurz nach dem Start am Hals einen Nerv (sicuro, das geht!) und kann den Kopf nur noch nach rechts drehen. Also macht er die rechten und ich die linken Kreise. Bis die Startlineie offen ist, üben wir das etwa eineinviertel Stunden, bis es uns fast trümmlig wird. Der Nerv klemmt trotzdem noch immer, unbeeindruckt davon überqueren wir aber mit Schuss und Höhe wie geplant die Startlinie. Danach gleiten wir hoffnungsvoll mit der Erinnerung an den ersten Testflug nach Wil unter ein feines Wolkenbödeli. Diese spendet ausser Ruhe vor allem Schatten. Also weiter. In Tägerschen dasselbe. Mit dem Unterschied, dass die Tendenz des Steigens auch noch abnehmend ist, weil eine Abdeckung mehr Schatten als eigentlich nötig spendet. Die Lage wird langsam etwas ungemütlich, die Felder um uns springen nach oben. Wir sind uns dann auf 1'000 Meter rasch einig, uns Richtung Amlikon zu schleichen, um eine Aussenlandung mit dem nigelnagelneuen Duo X zu vermeiden. Der Rest ist rasch erzählt, wir finden auch am 'Berg' von Amlikon kein weiteres Steigen mehr, auch im Thurtal gehen die Vögel heute zu Fuss. Die schön lange Wiese des Flugplatzes Amlikon und die herzliche Begrüssung mitsamt kräftiger Hilfe beim späteren Neustart mit dem Robin trösten uns aber etwas darüber hinweg, dass doch ein paar nicht so einheimische Segelflugzeuge über uns zielstrebig nach Süddeutschland hinweggleiten. Kreisen tun nur ein paar streckengeile Raubvögel. Aber immerhin, die können sich wenigstens oben halten. Wir schleppen dann am frühen Nachmittag zurück über Bütschwil und verlängern unseren zweiten Flugversuch noch bis Klosters, bevor wir - ungewiss über den Tagesverlauf - am späteren Nachmittag in Schänis landen wollen. Aus der Luft scheint schon alles weggeräumt. "Meine Güte, da ist sicher die ganze Gesellschaft schon zurück und hat sogar schon alles weggeräumt und den Grill angworfen", schiesst es uns durch den Kopf. Peter schlägt pragmatisch eine Landung in Mollis vor. Wenn die RM vorbei ist, könnten wir dann den Duo ja diskret wieder nach Schänis schleppen und würden nicht dermassen auffallen... Als krisenfestes Marketing-Team gehen wir aber gemeinsam durch diese schwierigen Augenblicke und stellen uns als mentales Training schon mal alle möglichen 'aufmunternden' Sprüche vor.
Grosses Staunen dann nach der Landung. Die Aussenlandetafel ist voll und entspricht genau genommen der Startliste. Der arme Jörg. Da hat er heute die Aufgabe offenbar nicht nur für uns etwas hoch hinauf gehängt. Fairerweise muss man sagen, dass auch nach Osten bis höchstens an den Arlberg/Klosters hätte geflogen werden können. Und auch das nur mit erheblichem Aussenlanderisiko. Nach Westen wäre sowieso kaum was gegangen - also schwieriger kann's zum Ausschreiben fast nicht mehr werden. Wir haben es aber trotzdem genossen. Nun hoffen wir nur, dass Peter's Nerv sich wieder löst..


Beste Grüsse, Ernst Willi