SchänisSoaring GliderCup - Das Original!
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Pilotenbericht



 Ernst Willi

Die üble Wetterprognosen für die erste Ausgabe des GliderCup bestätigt sich schon frühmorgens - wenn man nach dem Gang zum einen Meter von der Haustür entfernten Briefkasten patschnass im Pyjama wieder ins Haus flüchten muss, ist eigentlich kein typisches Segelflugwetter.

Trotzdem finden sich eine stattliche Zahl Unentwegter beim Briefing in Schänis ein. Man muss schon ein fast hoffnungsloser Optimist sein, um daran zu glauben, heute fliegen zu können. Wir belegen trotzdem am Briefing eigentlich alle Doppelsitzer, alle Teilnehmer, die einen Fluglehrer oder erfahreneren Streckenflieger als Mitflug-Gelegenheit gewünscht haben, kommen heute auf ihre Rechnung und haben einen Sitzplatz auf sicher - wenn man denn überhaupt fliegen kann. Daniela Elmer führt die Molliser Delegation an, die am GliderCup mit fünf wechselnden PilotInnen teilnehmen wird. Vorerst flüchten wir aber mehrheitlich zum verspäteten Frühstück in die Beiz. Fliegen ist vorläufig nicht.

Da das trockenere Wetterfenster noch etwas auf sich warten lässt, haben alle ausreichend Zeit, die Flugaufgabe (Roland hat heute die kleinste aller Strecken von Rieden über den Bachtel, nach Bennau und zurück nach Rieden, ausgewählt), in die Logger abzuspeichern. Eigentlich ist das eine ideale Ausgangslage, um völlig stressfrei den Flug vorzubereiten. Und allen Erwartungen zum Trotz gehen wir am Nachmittag tatsächlich alle in die Luft und fliegen bis zu drei Stunden. Zwar fliegen wir ungewohnt tiefer als sonst durch statt über die Geographie, auch in feuchterer Luft als sonst, aber wir fliegen. Den ersten Wendepunkt zu erreichen, ist fast unmöglich. Immer wieder ziehen Schauer vom Zürcher Oberland über den Bachtel. Auch die Perspektiven Richtung Einsiedeln zum zweiten Wendepunkt sind trübe, die Chancen, dort Aufwinde zu lokalisieren, minimal. Die meisten Teilnehmer verlegen sich deshalb darauf, statt die Aufgabe abzufliegen, möglichst lange in der Luft zu bleiben und die vom OLC als Minimum-Strecke definierte Distanz zurücklegen zu können, damit heute überhaupt eine Wertung zustande kommt. Auch damit kann ja laut Roland Hürlimann gepunktet werden, wenn niemand die ausgeschriebene Aufgabe vollenden sollte.

Den unerwarteten Flugtag rundet abends ein fröhlicher Apéro (fast schon wie in Vinon) und ein feines Nachtessen ab, das Fridli Jacober und seine Frau Monika während des ganzen Tages aufwendig organisiert und vorbereitet haben. Ein besonders herzliches Dankeschön für diesen Effert, Fridli und Monika!

Armin Hürlimann zeigt sich von bisher einer eigentlich unbekannten Seite als Disc- und File-Jockey für OLC-Flugdateien. Er macht es sich hinter seinem Laptop gemütlich, jongliert gewandt mit Musik, Fotomaterial und IGC-Files und projiziert alles über Beamer und Lautsprecher in die als Restaurant umgebaute Werkstatt hinein. So können alle mitverfolgen, wie die andern Teilnehmer den GliderCup gemeistert haben. Aufgelockert wird das Luftrennen auf der Leinwand von eindrücklichen Fotos von Armins Föhnflügen in den letzten Wochen.

Vielen Dank allen, die am ersten GliderCup mitgemacht haben und diesen Flugtag überhaupt erst ermöglicht haben.

Ernst Willi