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Pilotenbericht



 Ernst Willi


Wetterkapriolen am GliderCup 002/2009
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Bei der zweiten Austragung des GliderCup sind die Wettberbedingungen doch erheblich besser als beim ersten Durchführungstag. Der offizielle Wetterbericht liess allerdings für Auffahrt Vieles offen. Von 80 km/h Wind im Mittelland über Föhn mit 90 km/ bei nur drei Hectopascal Druckdifferenz zwischen Alpen-Süd- und Nordseite sowie Gewittern ist alles zu haben. Das OK entschliesst sich unter diesen Umständen für die zweitkürzeste Flugaufgabe im Katalog: Durschlegi-Madrisa-Sargans-Durschlegi, insgesamt 125 km. Bei der Flugzeugverteilung ist beim heutigen Andrang auf die verfügbaren Doppelsitzer einige Kreativität gefragt, um für jeden Interessenten einen Fluglehrer oder Streckenfuchs als Begleitung zu finden. Bis auf zwei Angemeldete gelingt dies, dafür bleiben beinahe unsere brandneuen ASG-29 im Hangar stehen. Verrückte Welt!

Vorerst lässt uns eine dicke Abdeckung Zeit für ein ausgiebiges, verspätetes Frühstück und stressfreies Laden der Aufgabe in die Logger (gelingt diesmal bereits grossmehrheitlich). Bis auf ein paar Stromausfälle und GPS-Signaleverluste zwei Minuten vor dem Start und während des Fluges klappt die Technik fast überall. Die ersten Starts erfolgen kurz vor der Mittagszeit, die Abdeckung verzieht sich derweil ins Vorarlberg und Prättigau, während der prognostizierte Südwind nicht gerade mit 80 km/h, aber immerhin lau zu lüfteln beginnt (jedenfalls im oberen Drittel und knapp über den Kreten). Die folgenden zwei Stunden werden von den 18 TeilnehmerInnen genutzt, um über die Churfirsten ins Prättigau einzufädeln und die dort inzwischen gut angeblasenen Nordkreten des Rhätikons zum Erreichen des ersten Wendepunktes Klosters zu nutzen. Es geht darum, das richtige Zeitfenster zu finden, um den Kurs optimal zu umrunden. Vorn bremst die Abdeckung und das drohende Absaufen, hinten schiebt eine erste Gewitterfront. Dazwischen polieren die GliderCup-TeilnehmerInnen die Hänge der Churfisten und des Prättigaus. Der Rückweg ist für die später Gestarteten bereits ziemlich feucht und dunkel, in Schänis schaffen wir es nicht mehr, alle Segler vor den niedergehenden Schauern in den Hangar ins Trockene zu schieben. Glücklicherweise hält das tropische Klima nicht allzulange an, nach einer Stunde scheint bereits wieder die Sonne vom wolkenlosen Himmel, was uns die Möglichkeit gibt, das ganze angefeuchtete Gruppen-Flugmaterial mitsamt dem frisch gereinigten Personal ausgiebig nachzutrocknen.

Insgesamt haben wir wieder einen Flugtag nutzen können, bei dem die meisten TeilnehmerInnen wohl unter 'normalen' Umständen eher zu Hause geblieben wären. Das Sprintrennen gewonnen und taktisch am geschicktesten gelöst hat das Team Adrian Müller / Markus von der Crone vor Christoph Beguin / Ernst Willi. Auf dem dritten Rang landet heute Silvan Gacon mit seiner ASW 19, der sich mit einem Direkt-Anflug auf den Gonzen etwas verspekuliert hat und von tief unten wieder ausgraben muss, dann aber mächtig aufdreht.

Die Flüge werden wieder abends beim Apéro und Nachtessen über den Beamer allen gezeigt, was neben einem gehörigen Lerneffekt wegen der interessanten taktischen Entscheide auch den einen oder andern Lacher produziert. Martin Haller und Alfred Reist gewinnen so heute den Preis für die häufigsten Rheintal-Querungen. Die Unentwegten haben gleich dreimal versucht, vom Gonzen ins Prättigau vorzustossen und haben die Aufgabe insgesamt fast zweimal geflogen. Teilweise werden sie sich gefragt haben, ob es physikalisch möglich ist, dass Luft auch im Boden versinken könne... Urs Oettli hat wegen der Wetterkapriolen die Flugaufgabe gleich auf 200 km ausgedehnt, die Umwege haben sich zwar nicht in der Rangliste niedergeschlagen, aber sich insofern gelohnt, dass er abends rechtzeitig zum Apéro trockenen Fusses wieder in schänis gewesen ist.

Für den kulinarischen Höhepunkt sorgen wieder Fridli Jacober und seine Frau Monika. Sie verwöhnen diesmal über 30 Gäste und GliderCup-PilotInnen in der umgebauten Werkstatt mit einem veritablen Dreigänger. Auch hier steigert sich der GliderCup wie das Wetter von Mal zu Mal! Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen des Anlasses beigetragen haben!

Ernst Willi