SchänisSoaring GliderCup - Das Original!
  19. Sept. 2009
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Schlussbericht



 Ernst Willi


Rundum zufriedene Gesichter beim GliderCup in Schänis

Mit dem 2009 lancierten GliderCup bot SchänisSoaring auf die ganze Saison verteilt seinen ausgebildeten PilotInnen ein geführtes Weiterbildungs-Programm. Damit sollte Streckenflug-Neulingen ein sicherer und trotzdem spassbetonter Einstieg in die Fliegerei jenseits des Platzbereiches von Schänis eröffnet werden. Alle sechs Flugtage wurden trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen durchgeführt. Die Bilanz ist nicht nur deshalb erfreulich.

Was wollte der GliderCup?
Ziel des GliderCups war, mit mehr Spass, weiter und mehr zu fliegen. Gemeinsam in der Luft mehr zu erleben. Lernen, sicher Strecken zu fliegen. Und die elektronischen Planungs- und Dokumentations-Systeme bedienen zu können. Die Mittel, um diese Ziele zu erreichen, waren ein simples, maximal A4 langes Reglement, eine simple Punktvergabe, die bis zum Saisonende die Spannung hoch hielt. Ein geringer organisatorischer Aufwand für alle Beteiligten wurde erreicht dank der Verteilung des GliderCups über die ganze Saison, automatischer Auswertung über den OLC und einem vordefinierten Strecken-Katalog. Der Kern des GliderCup waren Doppelsitzerflüge mit einem Streckenfuchs, um das in Schänis reichlich vorhandene Streckenflug-Know-Hows für die ‚Rookies’ zu erschliessen, ein unterhaltsames ‚Debriefing’ bei gemütlichem Nachtessen am Abend des –Flugtages und technische Unterstützung bei der Streckenplanung und -Auswertung durch ein Logger-Care-Team.

Begehrte DoSi-Plätze
Ein offensichtliches Bedürfnis von Streckenflug-Neulingen war das Profitieren vom Know-How erfahrener Streckenflieger. An den GliderCup-Flugtagen wurden denn auch praktisch immer sämtliche vorhandenen Doppelsitzer benutzt. Und weil immer – auch bei durchzogenem Wetter – geflogen wurde, standen diese meistens in ausreichender Zahl zur Verfügung – weil ja niemand sonst sie wollte. Die Besatzung wurde dabei nicht immer von einem Fluglehrer auf dem hinteren Sitz ergänzt, häufig sass auf dem vorderen Platz ein ‚normaler’ Streckenflieger, scharf beobachtet vom ‚Stift’ auf dem hinteren Sitz, was dem Lerneffekt keinerlei Abbruch tat.

Auch ‚Rookies’ können gewinnen.
Für Spannung während der Saison sorgte die Punktevergabe. In der Tagesrangliste erhielt der Sieger 10 Punkte, der Zweite 8 Punkte und danach reduzierten sich die Punkte um eine Einheit pro Rang. Jeder Pilot mit einem gültigen Flug erhielt in der Tagesrangliste einen Punkt. Für eine im Doppelsitzer erflogene Leistung wurde beiden Piloten gleiche Ranglistenpunkte gebucht, was am Ende dazu führte, dass der fleissige GliderCup-Pilot Alfred Reist als ‚Rookie’ in der Gesamtrangliste Zweiter wurde.

Keine ‚Näggis’
Insgesamt 31 TeilnehmerInnen flogen während der sechs Flugtage am GliderCup mit. Darunter waren auch Gäste des Nachbarflugplatzes Mollis. Alle TeilnehmerInnen nahmen am Saisonende nicht nur einen ungewohnt grossen Haufen an Flugstunden, Streckenkilometern und Erfahrungen mit nach Hause, sondern auch einen persönlichen, von SchänisSoaring gesponserten Fleece-Pullover. Besonders erfreulich war die Flugdisziplin. Während all der Flüge passierte nichts, was kritisch einzustufen gewesen wäre. Weder Luftraum-Verletzungen noch irgendein ‚Näggi’ bei der einzigen Aussenlandung – erst noch auf dem Flugplatz Olten. Die Streckenflugtheorie des Trichterfliegens wurde offensichtlich direkt in die Praxis umgesetzt...

All dies ist zumindest für den Veranstalter ‚SchänisSoaring’ das positivste Signal des GliderCups 2009. Mit einer Wiederholung im kommenden Jahr darf also gerechnet werden.

Säümtliche Details, Tagesberichte sowie eine Menge zusätzlicher Fotos ist im Internet zu finden unter www.schaenissoaring.ch

Ernst Willi,
Fluglehrer bei SchänisSoaring