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Pilotenbericht



 Ernst Willi


Trotz durchzogener Wetter-Bedingungen:
Erster GliderCup-Flugtag über 182 km
nach Olten und Beromünster

Der Optimismus bei der Wahl der Flugaufgabe hat sich gelohnt. Die meisten der 20 GliderCup-TeilnehmerInnen konnten die 182 km lange Aufgabe im nur gerade wenige Stunden geöffneten Wetterfenster mit sehr ähnlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten umrunden. Wenige machten einen Zwischenstopp in Hausen am Albis und nur gerade eine ‚echte’, aber trotzdem problemlose Aussenlandung sorgte für einen kurzen Anhänger-Ausflug nach Horgen.

Der erste Jahrgang geht selbständig auf Strecke.
Auffällig ist, dass auch diesmal der GliderCup wieder dafür sorgt, dass die ganze Flotte der SG Lägern an einem wettermässig von tiefer Wolkenbasis und zahlreichen Abdeckungen und Schauern geprägten Flugtage in die Luft kommt. Kaum ein Teilnehmer hätte sich wohl an diesem Tag ohne GliderCup-Aufgabe mit diesen ziemlich durchzogenen Wetterbedingungen an den Jura durchgekämpft. Viele wären an diesem Samstag wohl gar nicht geflogen. Auffällig ist auch, dass jene PilotInnen, die im letzten Jahr öfters mit einem Fluglehrer unterwegs waren, erstmals selber den Versuch wagten, die gestellte Aufgabe alleine zu wagen. Sie machen damit einem ‚nächsten Jahrgang’ angehender Streckenflieger Platz.

Markus von der Crone und Urs Oettli am schnellsten.
Die Strategie, mit einem frühen Start auf die maximal mögliche Höhe und damit weit über die Wolkenbasis zu schleppen, um damit Anschluss an den Streckenabschnitt zum Pfannenstiel und über den Zürichsee zu gewinnen, hat gut funktioniert. Markus und Urs kämpfen sich danach tief vom Albis durch das Reusstal, immer schön der Trichtertheorie folgende den Flugplätzen nach. Ab Buttwil wird das Wetter deutlich besser, die höhere Wolkenbasis von rund 1'500 Metern lässt den Adrenalinspiegel sinken. Bis Olten kommen die beiden problemlos voran, Höhepunkt des Fluges ist der Aufwind nahe dem Wendepunkt Olten über dem Born. Er trägt sie von 1'000 Meter bis an die Wolken auf 1'700 Metern hinauf. Das ist die Basis für den schnellen, direkten Anflug der nächsten Wende über dem Flugplatz Beromünster. Danach sieht die Wetteroptik im Süden trübe und auf Kurs zum Hirzel durchzogen aus. Die einigermassen strukturieren Wolken ziehen nicht, es scheint, als hänge nur konzentrierte Feuchtigkeit am Himmel. Der nächste Flugplatz ist Hausen, also wird konsequent dorthin vorgeflogen, auch wenn das Höhenpolster rasch schmilzt. Über Hausen sind die beiden noch 1'100 Meter hoch, vielversprechende Cumulus hängen im Osten über dem Albis. Die vorhandene Höhe reicht aber nicht mehr, um zwar knapp, aber direkt über der Krete sauber einzufädeln, die Aufwinde sind auf verschiedene Quellen verteilt, die kaum zentrierbar sind.

Markus und Urs drehen deshalb nach Norden ins Reusstal ab, wo noch etwas Sonne auf die Felder scheint und schaffen es mit Geduld, wieder hochzukommen. Auf 1'700 Metern queren sie den Zürichsee, um über dem letzten Aufwind am Pfannenstiel die sichere Anflughöhe für die auf 900 Metern liegende Kirche in Rieden, den dritten Wendepunkt, zu holen. Über der Linthebene gehen derweil Schauer nieder, die Aussicht in diese Richtung ist grau und trübe, Rieden ist in der grauen Suppe gar nicht erkennbar. Trotzdem klappt der Abschluss des Fluges mit einem vorsichtigen Endanflug. Die beiden holen sich mit 75 km/h Schnitt-Geschwindigkeit 10 GliderCup-Punkte.

Apéro, Nachtessen, Fliegerlatein.

In der in ein wettersicheres temporäres Restaurant umgewandelten Werkstatt wird dann von Monica und Fridli ab 17.00 Uhr der Apéro und später ein reichhaltiges Nachtessen aufgetischt. Eine gute Gelegenheit, die geflogenen Daten in aller Ruhe in den OLC hochzuladen und sich mit den andern Teams und PilotInnen über die gut und weniger gut gelösten Aufgaben zu unterhalten. Ein für alle lehrreicher Flugtag geht spät abends im wieder beginnenden Dauerregen fröhlich zu Ende. Das kurze Zeit geöffnete, fliegbare Fenster haben wir bestens genutzt und freuen uns auf die nächste Runde am 12. Juni.