SchänisSoaring GliderCup - Das Original!
  09. -13. Juli 2011 (RM)
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Pilotenbericht



 Ernst Willi

Wertungstage 4-6

Samstag, 9. Juli:
Schauerrennen.

Nachdem während der bisherigen GliderCup-Wertungen bereits drei Flüge zustande gekommen sind, steht ein grosser Teil der Mitmachenden auch im Starterfeld der Regionalmeisterschaft 2011. Diese ist geprägt von schwierigen Wetterbedingungen. Trotzdem gelingt es der jungen Konkurrenzleitung, während drei von fünf Tagen, Wertungs-Flüge in die teilweise nur kurz geöffneten Wetterfenster zu legen. Es wäre noch mindestens eine Wertung mehr dazugekommen (Sonntag / Standardklasse), wenn auch nur ein Pilot mehr als 50 km geflogen wäre.

Die RM-Flüge waren in der Mehrheit herausfordernd. Der erste Wertungstag war ein Schauer-Rennen. Nur wer es fertigbrachte, zwischen den kalten Duschen, die aus Westen anrückten, ins sonnigere Mittelland zu flüchten, hatte eine Chance, den Flug zu umrunden. Aber auch nur, wenn er dort gerade auf ausreichend Sonneneinstrahlung traf, die wieder Aufwinde produzierte. Die detaillierten RM-Ranglisten dazu sind hier: (www.gacond.ch/rm2011).

Auf die detaillierten GliderCup-Berichte/Analysen während der RM mit Wetter, Aufgaben usw. verzichte ich, weil das ja auf der RM-Website im Detail bereits zu finden ist.


Montag, 11.Juli:
Kann man unter 2'000 Metern tatsächlich segelfliegen?

Nach einem tropischen Sonntag, der knapp zu keiner Wertung führte, durften wir am Montag mit allen Klassen Süddeutschland besuchen. Das ist ja immer eine etwas spezielle Geschichte, weil man durch die ‚thermische Badewanne’ der Ostschweiz durchtauchen muss. Leider in beide Richtungen. Die Hinreise war bei einem späten Start bis auf ein paar Luftraumkratzer, die den einen oder anderen mehrere Hundert Punkte und einen guten Schlussrang kosteten, für die meisten Teilnehmer soweit noch eine lockere Sache. Etwas Wind, relativ zuverlässige Thermik, die Bodenübungen im Bodenseeraum meistens verhinderten. Auf der Hinreise.

Die Rückreise aus dem thermisch einwandfreien Gebiet der Schwäbischen Alb war eine Aufgabe für sich. Nur wenigen gelang es, Schänis aus dem letzten Aufwind im Raum Schienerberg und Frauenfeld um all die kontrollierten Lufträume herum wieder zu erreichen. Das Thermikfenster schloss sich nach kurzer Zeit wieder komplett. Die meisten wurden in der Ostschweiz von der einfliessenden, stabilen Bodenseeluft zu Boden geholt. Manche in Lommis oder Amlikon, manche konnten dank eingebauter Benzinthermik nach Hause reiten, manche besuchten ungewollt das Gelände beim Hallenbad Bütschwil. Den Toggenburgern haben wir dann auf ernsthafte Anfragen hin knapp erklären können, dass wir in Bütschwil wirklich keine Segelflugschulung aufziehen wollen und hier nur einmalig und notfallmässig parkieren.

Die Rückholerei von acht Flugzeugen allein aus dem Raum Bütschwil war ein Abenteuer für sich. Dass wir dann alle trotz wesentlich verspäteter Heimkehr noch etwas Warmes zwischen die Zähne bekamen, verdanken wir einem sehr flexiblen Gastro-Team (Fridli und Monika sowie unserem Wirt Wolfgang Tieber).

Es wurde wieder ein langer Tag, es gab aber in allen Klassen Wertungen und die Prognosen liessen nochmals einen weiteren spannenden Flugtag erwarten.

Dienstag, 12. Juli:
Jiihaah! Hochalpen-Race.

Der vorletzte Tag brachte das, was wir in Schänis so lieben. Ein spannendes Rennen quer durch die Hochalpen, unterstützt von etwas Südwest. Die Standardler durften dabei auf der Nordseite der Alpen bleiben, während die anderen beiden Klassen ins nicht gerade einfache Unterengadin tauchen mussten. Der Start war ein Knaller. Scharf den Churfirsten, der Alvier-Kette, dem Falknis und dem Rhätikon entlang mit einem Speed nie unter 150 km/h nach Monbiel hinauf zu fräsen war einfach herrlich – segelfliegen in Reinkultur. Manchen ist die Euphorie dann auch wie eine Überdosis Champagner zu Kopf gestiegen. Das Ausnüchtern auf 2'000 Metern im Unterengadin die sofortige Strafe dafür. Marc und ich haben da eine halbe Stunde lang grundlegende Gespräche über Stressbewältigung geführt und uns dabei wieder aus dem sonnigen Ramosch ausgegraben. Nur wenige sind ohne derartige Fehler und Absitzer um den Kurs gekommen. Frigg Hauser jedenfalls schoss in der 15-Meter-Klasse in seinem Ventus wie eine Gewehrkugel um den Kurs und holte sich gleich auch den verdienten Gesamtsieg. Die Ragazer sicherten sich im Teamflug einen feinen Doppelsieg in der Standardklasse vor unserem Mario Straub und Guido Halter konnte sich des heftigen Angriffes von Peter Schmid im splinten-neuen Arcus T erwehren und seinen Gesamtsieg sicherstellen.


Dankeschön!
Roland Hürlimann wird sich wieder um eine säuberliche Auswertung der GliderCup-Rangliste und eine ebensolche Punkteverteilung kümmern, diese wird in Kürze hier aufgeschaltet. Wir planen einen GliderCup-Schlussanlass, vielleicht wieder kombiniert mit einem Zielfliegen im Zeitraum um den Bettag.

Wir planen auch wieder ein GliderCup- Geschenk/-Souvenir für jeden Teilnehmer/in und wollen am erwähnten Schlussabend auch die bestellten GliderCup-Soft-Shell-Jacken abgeben. Also es gibt sicher noch einen feinen Saisonschluss beim Glidercup in die Agenda einzutragen – wir melden uns raschmöglichst mit einem konkreten Termin bei allen TeilnehmerInnen.

Ein besonderes Dankeschön verdient neben dem bekannten OK des GliderCup auch die junge Crew um Silvan Gacond im OK der RM 2011. Reto Frei, Marc Angst, Renato Späni, Dave Brägger, Fridli und Monika Jacober, Roland Hürlimann und sicher noch weitere helfende Hände vom Flugdienst, Rückholer usw., die mir nicht alle bekannt sind. Beim OK und all diesen Helfern möchte ich mich persönlich im Namen aller GliderCup- und RM-TeilnehmerInnen nochmals herzlichst bedanken. Es ist ganz einfach spitzenmässig, dass es eine nächste Generation gibt, die sich engagiert, Verantwortung übernimmt und die Ärmel nach hinten krempelt. Und dabei dann auch noch gute Laune verbreitet. Toll. Es hat beim GliderCup und an der RM wirklich viel Spass gemacht, ein Teil davon zu sein. Danke nochmals allen – und einen schönen Rest der Segelflug-Saison 2011.